Geboren mitten im Krieg in Frankfurt/M. Als Schulkind in Lübeck und Hamburg und Hinterzarten im Schwarzwald. Studium in Hamburg, Madrid, Berlin und München. Gelebt in Griechenland, gearbeitet in Leonberg bei Stuttgart, in Norden/Ostfriesland, in Konin und Breslau/Polen, in Mosonmagyarovar/Ungarn. Und immer wieder Reisen. Von Island bis Syrien, von New York bis Kambodscha.
Er und Ich.
Nein!
Kein Paar.
Aber:
Zwei Artverwandte.
Zwei Gleichfühlende.
Zwei, die nie fremdeln.
Zwei, die sich achten.
Zwei Tasten
Auf der Klaviatur.
Ein Klang.
Die Augen
- sagen die Dichter -
sind
der Spiegel der Seele.
Meine Augen sind blau.
Wenn ich lache,
blitzen sie,
sprühen helle Funken.
Verdunkeln sich
bei Kummer und Trauer.
Meine Augen.
Meine Fenster zum
Licht.
Wie lange noch?
„Cataracta incipiens“,
so der Bescheid des
freundlichen und sympathischen
Ophtalmologen.
Lebend
schon zweimal
gestorben.
Ein heller Blitz.
Ich:
Körperlos.
Leicht.
Ein schwebendes Nichts.
Dann:
Der Fall ins Dunkel.
Bin wieder da.
Sieh da!
Dort oben schimmert sie!
Die Lampe dort
im zweiten Stock!
Dort oben
ist ein Mensch,
der mir in meiner Not
zur Seite stand;
wie jetzt dort oben
wieder jemand sitzt
im Lampenlicht
und Hilfe sucht
und findet.
Der Schein der Lampe
dort im zweiten Stock,
den ich hier unten von der Straße seh’,
sagt mir – mich tröstend:
Für Dich ist jederzeit
die Tür geöffnet,
die Lampe angeschaltet.
Komm,
sobald Du mein bedarfst.