Geboren in Mettingen, war als Goldschmiedin und Chefarztsekretärin in Düsseldorf tätig. Lebt heute in Mettingen. Lyrik und Prosa in zahlreichen Anthologien; mehrere Literaturpreise. Mitglied im Freien Deutschen Autorenverband e. V.
Einzeltitel: "Flugsonnen" (Lyrik, 1996), "KamiKatze" (erot. Lyrik, 2002), "Gottferne ganz nah" (Lyrik/Prosa, 2005).
Web: www.marialuise-koenig.de.
Von Wort
zu Wort - mein Freund
die Farben unserer Botschaft
empfangen
Bei uns einkehren:
den Geist erfühlen
sein Licht von innen
nach außen tragen
Wir leuchten:
wenn unsere
Herzen
sich erkennen
- - - - - - - - - - - -
Die Liebe
lieben
die sich öffnet
im Nachtmund
schwerer Träume:
Dass du
die Stimme
fühlst
die da spricht:
aus offenem Blut
- - - - - - - - - - - -
In welchen Farben
Du träumst
verraten
deine Worte
nicht
Geheimnis
hütet seine Farbe
hinter den Augen
formt doch
dein Bild
mir aufgeschlossen
dich empfänglich
- - - - - - - - - - - -
Von
Sehnsucht
umfangen
In Nacht
geschmiegt
ins Herz gebettet
fliegt mein Lächeln
zu dir
Hörst du es singen?
Im schmelzenden Fleisch
der Liebe
überantwortet
Das
Puttelkleid
zur Asche gelegt
Flügel
wachsen mir Flügel
es trommelt im Tanz
mein Blut und flieht
aus fesselnder Schwere
wirbelt mein Leben
prickelt und prunkt
schwebt federleicht
glüht mir Hautrosen
Augen blitzen
mein Atem keucht
und jagt
feuert
mein Spätherz
Du sagst:
es fackelt dich schönt
Die Invasion
der Gefühle
erobert das Schloss
Erdbeerhügel
versüßen das Fest
in der Kemenate
Er sprang
bei Windstille
in sein farbloses
Spiegelbild
Das
Welle um
Welle erschütternd
als Fratze
an Ufern seufzend
zerkreiste
Das Wasser
gab ihn frei
mit dem Gesicht
nach unten
Sieh -
sagte sein Engel:
Sonne funkelt
in seinem nassen Haar
- - - - - - - - - - - -
Wenn die Schnecke
deines Labyrinths
dich in Dunkelheit
verstrickt
nur dein Engel
birgt dich licht
im dunklen Gefieder