
Ursula Bernard,
Thorsten Stegemann:
"Schlagader auf Eis".
Edition Böhner,
Mannheim 1998.
Ursula Bernard-Schwegmann, 1952 in Quakenbrück geboren, lebt in Osnabrück und ist als Lehrerin, Malerin und Lyrikerin tätig. Von 1990 bis 2008 war sie Vorsitzende der Literarischen Gruppe Osnabrück.
Neben ihren kulturorganisatorischen Aktivitäten hat Ursula Bernard-Schwegmann unter ihrem Mädchennamen Ursula Bernard mehrere Gedichtbände mit Bild- oder Fotoillustrationen herausgegeben, u.a. "Warte, laß mir Zeit" (1986), "Urkräfte" (1987; gemeinsam mit S. Poller), "In mir Worte" (1988), "Dir entgegen" (1990) und "Gleichen Sinnes" (1994).
"Schlagader auf Eis" ist Ursula Bernard-Schwegmanns jüngster Gedichtband, den sie 1998 gemeinsam mit Thorsten Stegemann veröffentlicht hat.
Bilderzyklus "Symphonie in Grün"
Schrift-WechselIn Zusammenarbeit mit Thomas Romanus (kursive Textabschnitte)
Ein großer oder kleiner Satz die selbstgewählte Rolle beginnt und endet in dazwischen entsteht im großen Saal der bleibt niemand nur Zuschauer
Tatort Auf dem Weg zum Friedhof Ein Blick durch den Vorhang Ein kurzer Auftritt Der Augenblick Die gelbrote Rose
Nächtliches Tagebuch Zwei Teelichter flackern Ende Oktober Unsichtbar bleibt der Moment Vergangenheit und Gegenwart Worte wechseln mit der Stille ihren Klang Ein stilles Lächeln zeigt uns Erinnerungen bilden eine Reise
Durch ein Wort Geh nicht an das Buffet Limettenspiegel der Hunger verändert Dich
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Diese Geschichte Aus dem Gedichtband "Schlagader auf Eis" |
Ins Herz hören
Schneller als ein Herzschlag
Eisschmelze Der Herzklappenfehler war erheblich.
Herzkranzgefäße Jetzt kommt noch die Durchlöcherung
Wundermittel Teufels- und Engelsstoff
Schnittbilder Moderne Geräte
Hilfsmittel Eisenatome erzeugen Signale.
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Sommerregen auf Aus dem Gedichtband "Schlagader auf Eis" |
| Hochhausdach spiegelt Wasser im Asphalt des Parkdecks. Beschlagen die inneren Fenster der Gräber. Später am Friedhof Zufluchtsort für Jahrhunderte. Aus dem Gedichtband "Schlagader auf Eis"
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Leben wie die Wolken, speichern, aufbewahren, um doch alles wieder herzugeben. Kurze Tage, schwer wie Grabsteine, wo Namen nur noch durch Erinnerungen jung bleiben. Aus dem Gedichtband "Schlagader auf Eis" |
| War es im Mai, als die Wiesen feucht um Mitternacht im Widerschein des Mondes lagen. Aufruhr ausgebreitet. Mit den Gedanken der sorglosen Nacht spielen. Eine Bewegung verändert den Himmel. Aus dem Gedichtband "Schlagader auf Eis" |
Still verändert sich das Zeichen in der Hand. Ein Siegel blutet grün über die Falten. Die Narben zählen noch nicht. Aus dem Gedichtband "Schlagader auf Eis" |
| Klirrende Gläser in rauchendem Gemäuer schlagen sich in unsere Ohren. Die Schnecke erschrickt im Labyrinth und verläuft sich in den Bogengängen. Aus dem Gedichtband "Schlagader auf Eis" |
Im SchloßUnsere Mäntel hängen |
Zwei FüchseZwei Füchse stehen |
Umgekehrte TräumeWas wir uns geben |
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